Propangas & Co

Im Internet gibt es jede Menge Informationen an Sicherheitstipps, Flaschen-Typen, die Art der Befüllung, an Ausrüstung, Kaufen oder Tauschen, Transport und Gesetzestexte.

Ich schreibe hier mal meine Ansicht als bestellter Gefahrgutbeauftragter und als Anwender.

Jeder der mit einem Wohnmobil reist oder in einem Wohnmobil lebt wird sich spätestens nach dem Kauf mit dem Thema Gas beschäftigen müssen wenn man nicht an Landstrom steht und das Gas lediglich zum Kochen und im Winter zum Heizen benötigt. Steht man nicht an Landstrom dann läuft auch der Kühlschrank auf Gas. Wie Ihr seht…ohne Gas geht es nicht.!

Ich habe mich für Stahlflaschen und Propan entschieden und besitze hiervon 4 Stück a 11ltr. da ich kein Freund von Tauschflaschen bin und eine 5kg Flasche für den Gasgrill. Beim ersten tauschen habe ich rostige und zum Teil verschmutzte Stahlflaschen (Standen ungeschützt draußen hinter einem Zaun, mit im Bodenrand lebenden Spinnen und losem Blattwerk) zurück bekommen…. Ein Versuch, besser aussehende Flaschen zu bekommen tat man lediglich mit dem Kommentar ab das doch überall das gleiche Gas drin ist… Die Vorstellung das in meinem Gaskasten die Spinnen es sich gemütlich machen haben mich letztendlich zum Kauf bewegt.

Ich gehe jetzt meine Flaschen direkt beim Gashändler füllen und weiß das diese in einem guten Zustand sind und auch so bleiben werden. Selbst mit Argus Augen sehe ich den roten Kappen hinterher wenn mehrere an der Füllstation stehen, sodass ich auch diese wieder bekommen…Wahrscheinlich denke ich zu kleinlich aber meins ist meins.!

Ob man jetzt zu Stahl oder Alugasflasche tendiert hängt auch von Wohnmobil und der Zuladung ab. Hat man ein Wohnmobil, mit drei Personen + Hund + Fahrräder und Klamotten und habe nur 3to zur Verfügung dann achtet man natürlich mehr auf die Gewichtseinsparung. Ich habe 4.2to im Fahrbereiten Zustand und fahre maximal nur zu zweit, somit entfällt bei mir das zählen der Kilos.

Hinzu kommend muss ich sagen das ich erstmal vorhabe mir Deutschland anzusehen, mit kleinen Abstecher Italien, Österreich und Holland und ich überall Propangas nachfüllen kann. Somit kam auch Butan für mich nicht in Frage.

Ein weiteres Pro für Propangas war das Propan weitaus günstiger ist als Butan und, da ich in Deutschland auch im Winter im Wohnmobil wohne, ich mit Propangas auch im Winter keine Probleme habe da der Siedepunkt von Propangas gegenüber Butan bei -42,1 Grad Celsius liegt. Der Siedepunkt von Butan stoppt bei Temperaturen unter -0,5 Grad und kann daher nicht mehr zum Kochen oder Heizen genutzt werden.

Einen kleinen Abstecher mal zwischendurch über den Aggregatzustand, Summenformel, Siedebereich und Dampfdruck sowie ob das Propangas eine narkotische Wirkung hat:

Summenformel Propan: C3H8
Siedebereich min. 42°C
Dampfdruck 0,83 MPa (20 °C)
Dichte: 493 kg/m³
Molmasse: 44,1 g/mol
Schmelzpunkt: -188 °C
CAS-Nummer: 74-98-6
UN-Nummer: UN1965
Gefahrenkennzeichnung: Gas Klasse 2, Brennbar

Propangas hat eine Narkotische Wirkung und hat eine sauerstoff-verdrängende Wirkung.
Propan ist ein farbloses brennbares Gas und gehört zu den Kohlenwasserstoffen. Es steht in der homologen Reihe der Alkane an dritter Stelle, also um gesättigte Kohlenwasserstoffe. Dieses Flüssiggas ist in den Gasflaschen unter Druck flüssig, aber sobald sie aus der Flasche austreten expandieren sie und gehen in den gasförmigen Zustand über. Daher werden Alkane gerne als Brennstoffe verwendet.

Kommen wir zum Punkt der Ladung Sicherung und Transportvorschriften für Private Anwendung: Wichtig ist das du die Propangasflaschen im Gaskasten anschließt und durch die Umreifungsbänder gegen verrutschen oder Umfallen sicherst. Du darfst beide Propangasflaschen in geöffneten Zustand fahren wenn du einen Crashsensor dazwischen geschaltet hast. Hat du keinen Crashsensor dürfen auch die Flaschen im Gaskasten während der Fahrt nicht angeschlossen sein. Achte darauf das du immer die schwarzen aufschraubbare Verschlusskappe auf den Ventil sitzen hast und das Ventil mit der roten Kappe sicherst.

Der Gesetzgeber sagt:

Im Gaskasten muss ein Lochausschnitt, Quadratisch von 100cm² im Boden sein. Dieser Lochausschnitt darf nicht abgedeckt werden (Ausströmendes Gas ist schwerer als Luft und sollte eine Undichtigkeit an den Anschlüssen sein so kann das Gas nach unten hin ausströmen und bleibt nicht im Gaskasten.)

Maximal erlaubt sind 2 x 11 KG im Gaskasten.

Die anderen Flaschen habe ich in der Heckgarage mit einem Ladungssicherungsgurt gegen verrutschen und umfallen (im Fachjargon: Lageveränderung durch Fahreinflüsse) gesichert. Auch hier achte ich stets darauf das die schwarzen aufschraubbaren Verschlusskappen auf den Ventilen sitzt und das Ventil selbst mit der roten Kappe gesichert ist.

Ohne Vernünftige Ventilsicherung und Ladungssicherung kann es zu erheblichen Geldbußen bei einer Kontrolle kommen. Zudem gibt es zusätzlich Punkte im Verkehrszentralregister.

Und da ich eigentlich einen LKW (kein PKW) mit Wohnmöglichkeit fahre, entfällt für mich die Vorschrift, Flaschen nur kurzzeitig zu befördern und das die maximale Fahrtdauer nur 1 Stunde betragen darf. Als Privatperson darf ich Flüssiggasflaschen von maximal 333 KG Nettomasse transportieren. Eine ordentliche be- und Entlüftung mache ich indem ich beide Türen der Heckgarage öffne und einen Geruchstest mache, ob die Heckgarage nach Propangas riecht.

Zu guter Letzt behandele ich auch leere Flaschen wie volle den auch in leeren Flaschen befindet sich immer ein Restanteil an Gas was sich bei Erwärmung ausdehnen und austreten kann.

Wie es im Sommer mit der Erwärmung der Heckgarage sein wird muss ich noch abwarten und werde hierzu später noch was schreiben, aber ich gehe nicht davon aus das sich die Heckgarage auf mehr als 50°C erwärmen wird.

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